Boykott statt Dialog – ein falsches Zeichen zum 1. August

Die SP stellt Inklusion, Offenheit und den Kampf gegen Diskriminierung regelmässig ins Zentrum ihrer politischen Kommunikation. Mit ihrer demonstrativen Absage an die 1.-August-Feier in Niedergösgen führt sie diese selbst erhobenen Ansprüche nun jedoch ad absurdum.
Die Festrede am 1. August ist keine politische Parteiveranstaltung. Sie ist Teil einer traditionellen Bundesfeier, bei der sich die Bevölkerung trifft, der Zusammenhalt im Dorf gestärkt wird und das Dorfleben an diesem Morgen besonders aufblüht. Menschen mit unterschiedlichen politischen Ansichten kommen zusammen, feiern gemeinsam und erinnern sich daran, was unser Land verbindet.
Gerade deshalb ist die angekündigte Nichtteilnahme der SP bedauerlich. Statt Offenheit, Akzeptanz und Verständnis vorzuleben, grenzt sie einen demokratisch gewählten SVP-Nationalrat öffentlich aus und setzt damit ein demonstratives Zeichen gegen eine gemeinsame Dorfveranstaltung.
Demokratie bedeutet nicht, nur jenen zuzuhören, mit denen man übereinstimmt. Sie bedeutet auch, andere Ansichten auszuhalten, sich mit ihnen auseinanderzusetzen und den direkten Dialog zu suchen. Die SP hätte die Möglichkeit, an der Feier teilzunehmen, die Festrede anzuhören und anschliessend das persönliche Gespräch zu suchen. Stattdessen entscheidet sie sich für Abgrenzung und öffentliche Verurteilung.
Wer Offenheit und Toleranz fordert, sollte diese Werte auch dann leben, wenn es unbequem wird. Der 1. August sollte uns als Schweizer Volk verbinden und nicht spalten.
Oder sinngemäss nach Evelyn Beatrice Hall:
«Ich teile Ihre Meinung nicht, aber ich verteidige Ihr Recht, sie zu äussern.»
SVP Niedergösgen